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WHO: Geburten sollen nicht unnötig beschleunigt werden Blog abonnieren

Alexandra Baecker | 17.02.2018 15:19 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation hat neue Richtlinien aufgestellt, die darauf abzielen, dass wieder weniger geburtsbeschleunigende Maßnahmen eingesetzt werden.

Laut WHO gibt es den Trend zu immer mehr Interventionen während der Geburt. Viele davon wären gar nicht nötig und seien teilweise sogar gefährdend für Mutter und/oder Kind. Die Leiterin der Abteilung Familie, Frauen, Kinder und Jugendliche, Nothemba Simelela, sagt dazu:

„Wenn die Wehen sich normal entwickeln und Mutter und Kind bei guter Gesundheit sind, sind Interventionen, um die Geburt zu beschleunigen, nicht nötig“.

In ihren 56 Richtlinien weist die WHO unter anderem darauf hin, dass eine langsame Öffnung des Muttermundes nicht gleichzeitig eine komplizierte Geburt bedeute. Dammschnitte als Routine-Eingriff lehnt sie ab und auch der Wehenschreiber müsse nicht immer und gleich automatisch eingesetzt werden. Wichtig sei es auch, die werdenden Mütter unbedingt mit in die Entscheidung über Interventionen einzubeziehen.

Spiegel Online zu den neuen Richtlinien der WHO