Stillberatung

Langfristige Brustverweigerung

Von: Sabine
Beitrag: Hallo Martina!
Ich kämpfe seit einigen Wochen mit 2 grossen Problemen. Erstens habe ich zu wenig Milch und 2. ein Baby, was nun die Brust fast komplett verweigert.
DIe Milch war seit Anfang an recht knapp, aber ich habe sehr wenig zugefüttert und auch nur mit Fingerfütterung. Aber irgendwie ist die Milch dann auch schon weniger geworden. Und genau in dieser Phase kam es zu einer absoluten Katastrophe für mich. Meine Kleine (damals 10 Wochen), wollte gar nicht mehr trinken und hat nur spektakel gemacht. Weder Brust noch Fingerfütterung gingen. Nach einem ganzen Tag versuchen, ging dann wenigstens die Flasche und ich hatte mit einer Brustenzündung zu kämpfen.
Aber das war der Anfang vom Ende. Kurz danach hat sie die Brust dann zware wieder genommen, aber da ich wirklich zu wenig Milch hatte (beim Abpumpen ca. 40 ml) gab es immer Flasche und Brust, manchmal auch mit Brusternährungsset. Doch es ging dann immer schlechter sie anzulegen. Entweder hatte sie keine Lust zu trinken oder hat sich schreiend abgewendet, ob sie nun schon bisschen getrunken hatte oder noch gar nicht probiert. Mittlwerweile kann ich sie nur noch nachts oder wenn sie noch morgens im Halbschlaf ist stillen.
Das Anlegen im Tragetuch klappt leider auch nicht. Sobald sie sich im Tag orientiert hat, ist es aus. Sie dreht sich sofort schreiend weg.
Mir macht das natürlich ganz schön zu schaffen. Hinzu kommt, dass ich nun sehr unter Stress stehe, in kurzen Abständen abzupumpen, um die Milchmenge zu erhalten. Steigern war mit allen Mitteln kaum möglich. Manchmal schaffe ich 70 ml nach 3h, aber in der Regel sind es 50 ml und ich kann mit Ach und Krach 2-3 h Abstand zw. dem Pumpen hinkriegen, weil ich auch noch 2 kleine Zwerge dazu habe.
Mitlerweile habe ich schon 9 Wochen geschafft, aber es schlaucht doch ganz schön. Ich versuche es immer wieder sie anzulegen, aber auch wenn sie mal nuckelt und Milch kommt, trinken mag sie dann nicht. Die abgepumpte Milch nimmt sie ohne Probleme.
Im Netz und den Foren findet man immer nur "Saugverwirrung" - das ist es ja auf keinen Fall, da der Wechsel zweitweilig gut ging.
Für mich ist es so, dass sie einfach verwöhnt vom Tempo der Flasche ist. ABer die kann ich ja nicht weg lassen, denn 6x am Tag mit Fingerfütterung ist ja nicht alltagstauglich, zumal ich kaum Hoffnung habe, dass es für uns nochmal einen Weg zurück zur Brust gibt.
Anerkennung gibt es für meinen Kampf ja auch nicht wirklich. Der Kleinen ist es egal, wie ich mich abstrampel und mein Mann ist nur genervt, weil ich dauernd an der Pumpe hänge, was doch viel Zeit kostet, zumal der 2. Milchschub bei mir sehr spät kommt. Und er hat immer die andern Kinder zu beaufsichtigen.
Haben Sie vielleicht noch eine Idee zu dieser Situation? Leider ist die nächste LLL Beraterin 90 km entfernt und meine Krankenkassenberatungen hatte ich schon für die Versuche, meine Milchmenge zu steigern aufgebraucht....
Soll ich es einfach lassen, sie tags anzulegen? Und einfach nur abpumpen, so wie ich es schaffe? Irgendwie habe ich mich in dieses Stillen ziemlich verrant, bei meinen anderen beiden Kindern war es das Selbe, die Flasche wegen zu wenig Milch war der Anfang vom Ende. Nun hatte ich gehofft, bei meinem letzten Kind wird alles besser...
Ganz herzliche Grüsse
Sabine
Beitrag vom 18.09.2016 20:47 Uhr

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