Stillberatung

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Milchmenge

Von: Natascha Jungwirth natascha.jungwirth@gmx.at
Beitrag: Meine 2. Tochter ist nun drei Wochen alt und schläft unter Tags sehr viel (oft 3 bis 4 Stunden am Stück). Sie meldet sich wenn sie Hunger hat. Dann stillen wir ca. eine halbe bis eine Stunde und sie schläft weiter. Aber abends kommt sie gar nicht mehr zur Ruhe. Sie will ständig an den Busen und ich habe das Gefühl, dass sie nich satt wird bzw. keine Milch mehr da ist. Ich stille jeden abend drei bis vier Stunden (mit ganz kurzen Unterbrechungen). Ich gebe ihr dann gegen 22.00 Uhr ein Pre HA-Flascherl (zwischen 40 und 100 ml) danach schläft sie wieder friedlich weiter. Ich würde es aber gerne ohne Zufüttern schaffen. Haben Sie einen Tipp für mich. Ach ja, die Windeln sind jedesmal voll und sie nimmt zu.
Danke für die Rückmeldung.
Beitrag vom 09.06.2008 16:39 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Liebe Natascha,
da ich auf einer Fortbildung war, komme ich erst jetzt dazu, Dir zu antworten. Weißt Du, wenn Sie zunimmt und die Windeln voll sind, dann braucht Sie die eine Flasche Nahrung nicht wirklich! Deine Milch reicht aus. Aber was Du beschreibst, ist ganz typisch für Stillbabies; man nennt das cluster-Stillen. Die Milch ist abends dünner und (noch) leichter zu verdauen als tagsüber. Daher haben die Babies tatsächlich das Gefühl ständig Hunger zu haben. Du machst es ganz richtig und musst Deine Tochter auch unbedingt weiter so lange und häufig stillen. Sicher ist es für Dich am Abend dann doppelt so anstrengend, weil Du ja auch noch ein großes Kind mit eigenen Bedürfnissen zu versorgen hast.
Hier nun mein Tipp:
Zunächst lass\' bitte die pre-Nahrung weg! Wenn möglich pumpe tagsüber Mumi ab und gebe diese, wenn nötig in der Flasche.
Versuche Dir, wenn es geht, Zeit und Ruhe mit Deiner kleinen Tochter zu gönnen; kannst Du Dich vielleicht mal ganz zurück ziehen?
Und noch ein Tipp, um die Produktion anzuregen: in der Apotheke Bockshornkleesamen kaufen, 3-4x tägl. einen Eßlöffel einnehmen (Achtung: schmeckt nicht so lecker) für eine Woche. Trink auch mal ein alkoholfreies Hefeweizen oder Malzbier, wirkt meist wahre Wunder.
Bitte achte gut auf Dich und gönne Dir tägl. eine kleine Pause (und wenn es auch nur 10 min sind) .
Es wird schon klappen, alles Gute für die Zukunft,
wünscht Martina
Beitrag vom 11.06.2008 20:47 Uhr

Zufüttern ist ein einziger Kampf

Von: Heike snookie@gmx.de
Beitrag: Hallo Martina,
mein Sohn wird am 13.6. 10 Monate alt und bisher haben wir große Probleme mit der Beikost. Er isst immer nur sehr wenige Löffel, egal was wir ihm anbieten, aus der Flasche trinkt er auch nicht, selbst wenn abgepumpte Milch drin ist und deshalb muss ich notgedrungenerweise noch fast voll stillen. Ich würde aber ab September gerne wieder arbeiten und bis dahin nach Möglichkeit nur noch abends stillen oder ganz abgestillt haben. Jetzt frage ich mich, wie ich meinem Sohn den Übergang zur festen Kost und somit mir das Abstillen leichter machen kann. Wir haben schon alles versucht, was uns eingefallen ist, aber er will immer nur gestillt werden. Langsam bin ich etwas am Verzweifeln.
Über eine hilfreiche Antwort würde ich mich sehr freuen.
Beitrag vom 05.06.2008 12:34 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Heike,
bitte nicht verzweifeln!! Jedes Kind wird/will essen lernen. Allerdings habe ich keine ultimativen Tipps und Tricks für Dich, wirklich ich weiß nicht, ob ich Dir \\\'helfen\\\' kann.
Zunächst beglückwünsche ich Dich, dass Du schon so lange stillst.
Meine banale Antwort auf Deine Frage lautet: Dein Sohn ist im Moment noch nicht so weit, dass er essen möchte. Deine Mumi reicht ihm noch völlig aus (bis zum 1. Lebensjahr können Babies auf jeden Fall voll gestillt werden). Was bekommt er denn? Vielleicht schmeckt es ihm nicht. Babies probieren gerne die Sachen, die auch die Mütter zu sich nehmen. Damit meine ich natürlich nicht, dass Du ihn mit Schokolade oder sonst was füttern sollst; sondern: Lass Ihn an Euren gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen; esst bitte nur Dinge von denen er probieren darf. Lass ihn vielleicht ein bißchen experimentieren, auch wenn mal was in die Haare geht oder auf den Teppich. Er soll doch Lust am Essen haben. Kein Zwang! Jedes Kind braucht eben einen individuellen Weg und ZEIT!!
Und mach Dir bitte keine Sorgen, habt einfach Spass aneinander und genieße das Stillen.
Ansonsten geht es leider nur mit etwas Druck und Zwang. Vielleicht aber findet Dein Kleiner bis Sept. essen und Nahrung ganz von alleine toll, wenn nicht: es stehen Dir als berufstätige Mutter laut Gesetz Stillzeiten zu.
Alles Gute, Martina
Beitrag vom 06.06.2008 15:56 Uhr

wann sollte man wasser zusätzlich zufüttern?

Von: nicola ashtarany nicola.strube@gmx.net
Beitrag: hallo martina,
mein baby ist jetzt 7 monate alt.
ich bin inzwischen dabei die zweite mahlzeit einzuführen, aber es ist momentan noch eine ziemliche nerverei mit dem zufüttern.
hinterher lege ich ihn dann immer noch einmal an.
reicht die flüssigkeit des stillens für ihn aus, oder muß ich zusätzlich noch wasser dazugeben?
die zweite frage ist:
wieviel sollte ein baby von der zugefütterten nahrung zu sich nehmen.
ich habe bis jetzt das gefühl, dass sich meine milchmenge noch kaum verringert hat,
dass er also noch hauptsächlich gestillt wird.
er isst vielleicht pro mahlzeit (höchstens) 1/2 gläschen und dann merkt man ganz deutlich, dass er keine lust mehr hat.
vielleicht ist ja auch alles ok so wie es ist, aber ich bin mir ein bißchen unsicher und es wäre lieb, wenn du mir meine fragen beantworten könntest.
herzliche grüße,
nicola
Beitrag vom 30.05.2008 11:54 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Nicole,
Wasser muß er nicht trinken, eigentlich reicht die Flüssigkeit durch das Stillen aus; allerdings kann es im Moment, wenn es draußen heißer und heißer wird auch nicht schaden, ihm etwas Wasser zum Trinken anzubieten.
Es gibt da keine Regel, wieviel ein Kind essen muß. Also füttere Dein Kind bis es offensichtlich satt ist (was Du ja wohl auch bis jetzt gemacht hast) Wenn es Euch (Dir) nichts ausmacht, dann verläuft das Abstillen ganz sanft und langsam. Nimm Dir Zeit, es doch ein Prozeß und geht nicht von heute aus morgen. Irgentwann lässt Du dann die Brust nach der Mahlzeit einfach mal weg. Sicher wird es ihm am Anfang nicht so recht passen, aber er gewöhnt sich daran, wenn er merkt \'Mama meint es ernst\'. Und dann beginnst Du die zweite Mahlzeit zu ersetzten u.s.w.
Alles Gute, vertraue Deiner Intuition weiterhin und Deinem Sohn,
liebe Grüße Martina
Beitrag vom 30.05.2008 16:06 Uhr

Gewichtszuhname

Von: Jaeckel Martin m.jaeckel@baierundjaeckel.de
Beitrag: Hallo Martina,
unsere kleine Tochter ist heute 11 Tage alt geworden. Bei der Geburt hatte Sie 3020g. Nach 4 Tagen bei der Entlassung aus dem Krankenhaus wog Sie 2825g.
Unsere Kleine war von Geburt an ein vielschläfer. Nachts können wir in aller Regel 6-7 Stunden durchschlafen. Vorgestern hat sie sogar 8 Stunden durchgeschlafen. Pro Tag möchte Sie 5-6 mal trinken. Meine Frau hat genügend Milch, pummt auf anraten der Hebamme ca. 80ml nach jedem Stillen ab.
Beim wiegen heute war jedoch keine Gewichtszunahme zum Entlassgewicht vorhanden. Unsere Hebamme meinte die letzten Tage schon wir sollen Sie wecken und regelmäßig alle 3-4 Stunden anlegen.
Das Problem dabei ist, das sich meine Tochter nicht wecken lässt. Kalte Waschlappen, ausziehen, Windel wechseln, von einer auf die andere Seite drehen, etwas aufrecht hinsitzen. Nichts hilft, ausser kurzem quängeln schläft Sie munter weiter.
Heute abend haben wir nach dem Stillen zusätzlich mit einem Fingerfeeder noch 35ml und 1 1/2h später nochmal 20ml Muttermilch zugefüttert.
Meine Frau ist schon leicht am Ende mit Ihren Nerven. Alle erklären Norm, Norm, Norm.
Kann das ganze auch völlig normal sein?
Unser Tochter war bei der Geburt übrigens 5 Tage über Termin.
Während der Schwangerschaft hatten wir schon einmal einen Gewichtsgleichstand von ca 2 Monaten. Etwa 7+8 Monat.
Vielen Dank schon mal. Auch Väter sind besorgt, wenn wir auch fast nichts helfen können.
Beitrag vom 21.05.2008 22:23 Uhr
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Von: Jaeckel Martin m.jaeckel@baierundjaeckel.de
Beitrag: Nachschlag zur Frage.
Meine Tochter sieht gesund aus. Schreit wenn Sie Hunger hat. Hat mehrmals am Tag Stuhlgang, meist in Verbindung mit pipi. Schaut interessiert die Welt mit Ihren schielenden Augen an. Alles in allem macht Sie einen Gesunden Eindruck.
Beitrag vom 21.05.2008 22:44 Uhr
Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Martin-
schön, dass sich auch hier mal ein Vater zu Wort meldet! Vielen Dank! Und nach meiner Meinung können Väter ganz viel helfen. Sie können Unterstützen, loben, da sein, Mut zusprechen, Wickeln, Massieren, Staunen, Kochen und Wäsche waschen, die Mutter in Ihrem Wunsch zustillen bestärken, die Verwandten abhalten, u.v.m....
Leider fällt mir aber zu Deinem Problem auch nicht so viel ein. Ein `normales gesundes`Stillkind hat ca. 8-12 Mahlzeiten pro Tag und schläft selten mal länger als 4h am Stück, ganz von alleine. Hat sie denn inzwischen etwas zugenommen?
War die Geburt vielleicht sehr anstrengend für Deine Frau und die Kleine? Kaiserschnitt?
Nehmt Ihr die Kleine nachts mit ins Bett? Mein Rat lautet: Hautkontakt, kuscheln, am Besten 24h tägl. im Wechsel. Legt Euch die Kleine nackt auf die Brust, tragt sie im Tragetuch umher.
Ansonsten würde ich mal Homöopathie versuchen. Vielleicht braucht Eure Kleine ein Konstitutionsmittel, was ihr hilft, hier in dieser Welt so richtig anzukommen.
Sorry, dass ich nicht mehr beitragen kann,
Martina aus Berlin
Beitrag vom 23.05.2008 15:25 Uhr

milchbildung

Von: caterina catimay@gmx.de
Beitrag: habe mich vor kurzem schon mal an sie gewand,wegen meiner milchbildung!
jetzt hat man mir in der apotheke und meine hebamme empfohlen phytolacca D6 zu nehmen um die milchbildung anzuregen!
habe aber gerade im internet gesehen das man dies nimmt wenn man abstillt!
jetzt bin ich ein wenig verwirrt!
ist nehme die kügelchen jetzt schon seit 2 tagen!hemme ich die milchbildung damit`?
Beitrag vom 09.05.2008 20:45 Uhr
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Antwort/Kommentar
Von: caterina catimay@gmx.de
Beitrag: achja,wo bekomme ich eigendlich bockshornklee?
und dr. Pandalis?
Beitrag vom 09.05.2008 20:48 Uhr
Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo
also Bockshornkleesamen bekommst Du in der Apotheke, genauso wie die Bockshornkleekapseln von der Herstellungsfirma \'Dr. Pandalis\'.
Zum Thema Phytolacca: Hast Du denn das Gefühl, dass Du mehr Milch bekommst? Dann ist doch alles gut.
Ansonsten-ich bin keine Expertin in Homöopathie, soweit ich weiß, beeinflusst Phytolacca 60% aller Brustprobleme positiv. Sicher kannst Du mit einer so niedrigen Potenz nicht abstillen, wenn Du es nicht willst! Um das Abstillen zu unterstützen, nehme ich eigentlich noch niedrigere Potenzen z.B. eine D4. Solltest Du aber weiter bedenken haben, nimm erstmal den Bockshornklee und setzte mit den \'Kügelchen\' aus. Später kannst Du sie immernoch weiternehmen.
Ansonsten hilft ja auch Malzbier oder alkoholfreies Weizenbier!
Lass es gut gehen und frohe Pfingsten und alles gute zum Mutertag,
Martina
Beitrag vom 11.05.2008 21:48 Uhr

stillen

Von: caterina catimay@gmx.de
Beitrag: seit mein sohn nachts 13-14h durch schläft geht meine milch zurück!es kommt ca nur noch 20 ml aus beiden brüsten!trinke jeden morgen caro kaffee und tagsüber 2-3stilltees und abends malzbier!sonst trinke ich auch ziemlich viel wasser aber es tut sich einfach nichts!habe auch schon angefangen zuzufüttern aber möchte auf keinen fall jetzt schon abstillen!lege ihn schon fast jede stunde an und pumpe auch jeden abend 2 mal ab bevor ich ins bett gehe wenn mein sohn schon schläft!
was kann ich tun um die milch bildung anzuregen?
Beitrag vom 06.05.2008 10:02 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo,
vor allem ist es wichtig nachts zwischen Mitternacht und 6:00 Uhr abzupumpen. Dann ist der Prolaktinspiegel (Milchbidungshormon) am Höchsten. An sonsten hilft auch Bockshornklee ganz gut. Für eine Woche 3 bis 4 x tägl. 1 Esslöffel davon einnehmen. Schmeckt allerdings nicht so gut. Etwas teurer sind die Kapseln von Dr. Pandalis. Hier nimmst Du für 3 Tage ca. 12 Kapseln tägl. dann 3 Tage 9 Kapseln, dann für 3 Tage 6 Kapseln u.s.w. bis die Packung leer ist. Das bringt die Milchbildung nochmal so richtig in Schwung.
Liebe Grüße und ganz viel Erfolg
Hebamme Martina
Beitrag vom 06.05.2008 13:16 Uhr

Abstillen

Von: Bianca
Beitrag: Hallo,
mein Sohn ist jetzt fast 11 Monate alt. Im Juni muß ich wieder arbeiten. Deshalb denke ich darüber nach, langsam aber sicher abzustillen. Er bekommt jetzt nur noch morgens und abends die Brust. Und auch nur zu den Mahlzeiten. Gibt es irgendwelche Tips zum abstillen? Einfach die beiden Mahlzeiten auch weglassen? Was ist dann mit meiner Brust? Wie lange dauert es bis die Milch ganz weg bleibt? Wie vermeide ich einen Milchstau oder eine Entzündung?
Liebe Grüße
Beitrag vom 25.04.2008 19:51 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo,
Du brauchst keine Angst vor einem Milchstau oder einer Entzündung zu haben. Die Milch bidete sich ja nach und nach von selbst in den Brüsten zurück. Du kannst am Anfang die Milch auch einfach ausstreichen, z.B. beim Duschen. Die Brüste kühlen und einen engen BH tragen hilft auch. Salbei- oder Pfefferminztee unterstützen das Abstillen, genauso wie Homöopathie (Phytolacca D4 für eine Woche mehrmals tägl. einnehmen). Versuche vielleicht zunächst nur eine Mahlzeit weg zu lassen und ihn nur noch abends zum Einschlafen zu stillen. Dann ist der Übergang für Euch beide ganz sanft.
Alles Gute
Beitrag vom 27.04.2008 14:25 Uhr

Ernährung

Von: Katrin
Beitrag: Guten Morgen!
Unser Sohn ist jetzt etwas mehr als 9 Monate alt. Er bekommt morgens die Brust, vormittags Getreidebrei mit Obst (alles ohne Zucker), Mittags Gemüse etc., nachmittgas Obst und abends Getreidebrei anschließend Brust. Zwischendurch wird er immer mal wieder gestillt und bekommt Tee zu trinken. Das hat immer ganz gut geklappt. Seit ein paar Wochen, ca. 2, schläft er aber nachts ganz unruhig. (Er hat nie nachts gegessen, von anfang hat er durchgeschlafen, wollte höchstens einen Schluck Wasser). Er schreit jetzt nicht, aber er ist sowas von unruhig. Er wühlt sich dabei auch immer durch das ganze Bett. Windeln wechseln, trinken, Zäpfchen, Schnuller, Hand im Bett lassen und streicheln, nichts hilft. Heute nacht haben wir ihm etwas zu essen gegeben und er hat weiter geschlafen. Jetzt nehmen wir an, dass das Abendessen nicht mehr reicht. Können wir etwas anders machen? Das Abendessen anders gestalten? Oder den Tag über anderes Essen geben? Oder kann die Unruhe auch durch etwas anderes kommen? Können wir unserem Zwerg irgendwie helfen? Er fängt jetzt gerade (seit ca. 2 Wochen) an zu robben und zu sitzen, manchmal sieht das so aus, als wenn er im Schlaf durchs Bett robbt. Wie gesagt, er schreit nicht, aber ist sehr unruhig, robbt mit Augen zu durchs Bett und knautscht ganz doll rum . Meistens immer um die gleiche Zeit. Tagsüber ist alles ok, auch wenn er schläft.
Liebe Grüße
Beitrag vom 07.03.2008 08:23 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Katrin,
entschuldige bitte, dass die Antwort so lange gedauert hat. Sind ganz viele Babies auf die Welt gekommen. ;-) Also: Dein Beitrag geht über eine Stillberatung weit hinaus.
Ihr macht auf jeden Fall, was die Ernährung an geht, alles richtig.
Euer Sohn macht zur Zeit einen enormen Entwicklungsschub; daher muss er nachts ganz viele neue Eindrücke verarbeiten, was für die Kleinen immer sehr anstrengend ist. Dein Sohn hat wirklich Glück, so aufmerksame und einfühlsame Eltern zu haben.
Kennt Ihr das Buch \'Oje, ich wachse\'?
Da findet Ihr sicher noch viel mehr Anregungen.
ich wünsche Euch alles Gute,
Martina
Beitrag vom 11.03.2008 15:10 Uhr

Schonendes Abstillen

Von: Lara blueexe10@yahoo.de
Beitrag: Meine Tochter ist nun 10 Monate alt. Obwohl es am Anfang viele Probleme gab, konnte ich voll stillen. Als sie dann mit 6 Monaten zu einer Tagesmutter sollte, habe ich seit dem 4.Monat versucht Muttermilch aus der Flasche, im Brei.... zu geben. Keine Chance! Auch Pulvermilch aus der Pulle lehnt sie bis dato ab. Ich stille noch durchschnittlich 5-8mal pro Tag/Nacht. Da ich immer nach Bedarf gestillt habe, bekommt sie wenn sie will. Aber so langsam sollte es mal weniger werden! Gibt es da Tricks und Raffinessen? Ich werde auch öfter mal gebissen(5Zähne) und gekniffen. Sie macht es denke ich nicht wirklich absichtlich, aber die ideale Lösung ihr begreiflich zu machen, dass das nicht drin ist, habe ich nicht gefunden. Sie bekommt mehrmals am Tag Mahlzeiten angeboten, will selber essen, isst meist wenig und hat seit der U 5 nur knapp 300g zugenommen(wiegt 7,5Kilo).
Bräuchte ein paar Tips!
Danke, Lara
Beitrag vom 14.02.2008 22:36 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Lara,
leider komme ich erst jetzt dazu, Dir zu antworten. Sorry!
Meistens ist das Abstillen nicht leicht und unkompliziert. Es gibt oft Probleme.
Zu Deinem ersten Problem: die Zähnchen. Selbstverständlich hast Du recht, Deine Kleine tut Dir nicht absichtlich weh, Kinder lernen erst ganz langsam, wo ihre eigenen und auch die Schmerzgrenzen anderer sind. Deine Tochter kann von Dir lernen, was anderen Schmerzen bereitet, wenn sie Dich also beisst, mußt Du ihr unmissverständlich zu verstehen geben, dass es weh tut. Sprich sie laut an, nimm sie von der Brust und sag ihr, dass sie Dir gefälligst nicht weh tun soll. Bei den meisten Babies reicht das aus.
Nun zum Abstillen: Das Deine Tochter lange gestillt werden möchte und auch noch die Flasche ablehnt spricht ja für ihre Intelligenz. Sie will einfach nur das Beste, nichts ist schöner, als genüßlich an Mama\\\'s Brust zu saugen, nicht zu vergleichen mit einem Sauger aus Plastik.
Biete ihr nicht so viele verschiedene Dinge an, die Kinder werden damit total überfordert. Es reicht völlig aus, wenn Du alle 3-4 Wochen etwas neues dazu nimmst. Nach der Breimahlzeit solltest Du sie dann vielleicht nicht mehr anlegen. Sicher wird sie noch Hunger haben, aber Deine Tochter muß lernen, das es Dir sehr erst ist, abzustillen.
Es liegt letztendlich ganz und gar bei Dir, wann und wie schell Du deine Tochter abstillst. Du musst dann vielleicht auch mal hart zu Deiner Tochter sein und ihr die Brust verweigern, auch wenn Dir das wahrscheinlich ganz schön ans Herz gehen wird.
Andererseits ist es auch völlig in Ordnung die Kleine über das erste Lebensjahr hinaus zu stillen, wie gesagt, die Entscheidung liegt bei Dir.
Stillen ist eben mehr als nur ernähren. Es gehört so viel dazu. So viele kleine Gewohnheiten, Abhänigkeiten, Genuß und Frust, Emotionen, kleine und große Machtkämpfe. Stillen bedeutet eine sehr enge Liebesbeziehung eingehen. Und jede Trennung fällt schwer und geht nicht reibungslos.
Versuche all die tollen Dinge mit Deiner Tochter zu teilen, die Euch neben dem Stillen Spass machen.
Vielleicht kann der Papa mal eine Mahlzeit übernehmen und Du ziehst Dich ganz zurück, manchmal funktiniert das ganz gut.
Grundsätzlich ist aber Dein Wille und Deine Entscheidung von Bedeutung.
Dann wird sich alles zum Guten wenden,
mit den besten Wünschen
Hebamme Martina
Beitrag vom 17.02.2008 13:39 Uhr

Kind zu dünn beim Stillen

Von: Sonja
Beitrag: Hallo eine Frage hab ich an die Hebamme:
Meine Kleine wird voll gestillt nun schon seit 3 Monaten, sie kam mit wenig Gewicht auf die Welt nur 2640g. Aber hatte immer guten Hunger und hat kräftig gesaugt. Ich stille alle 2-3 Stunden auch nachst. Zwischendurch ist sie manchmal sehr unruhig und schreit aber die Hebamme sagt, das das auch Bauchschmerzen sein können. Ja aber sie ist wirklich fit und lacht auch viel. Der Kinderarzt meint nun Jolie sei zu dünn und ich soll mal Nahrung zu füttern. Eigentlich hat sie gut zugenommen, finde ich da sie jetzt 4080g wiegt. Aber der Kinderarzt sagt, dass sie auch Hunger haben kann, wenn sie tagsüber so unruhig ist. Was mach ich jetzt? Soll ich zufüttern? Eigentlich will ich noch nicht
Danke für ihre Antwort Sonja
Beitrag vom 08.02.2008 14:23 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Sonja,
im Gengensatz zu Deinem Kinderarzt finde ich nicht, dass deine Tochter zu \'dünn\' ist. Seit der Geburt hat sie so ca. 1400g zugenommen. Jetzt ist sie 3 Monate (also 12 Wochen) alt. Dann hat sie ungefähr 115g pro Woche zugenommen. Das ist völlig in Ordnung, sehr gut sogar. Wenn Jolie weiter so gut zunimmt kann sie mit 6 Monaten ihr Geburtsgewicht verdoppeln (das ist so eine Regel, nach der Babies nach 6 Monaten ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben sollen). Stillkinder nehmen nun mal unterschiedlich viel zu.
Mach bitte alles genauso weiter wie bisher, auf gar keinen Fall solltest Du zufüttern. Deine Milch ist vollkommen ausreichend.
Liebe Grüße aus Berlin
Martina
Beitrag vom 09.02.2008 13:10 Uhr

Voll Stillen

Von: Maria Ranft maria.ranft@yahoo.de
Beitrag: Hallo Ihr lieben!
Erst mal, tolle Seite habt ihr da, bin fast jeden tag im netz bei Euch..
Mein Problem ist, ich habe nicht mehr genug Milch, angefangen hat alles, als wir umgezogen ist. Meine Tochter, 2 1/2 Monate ist ziehmlich verfressen, und durch den ganzen stress ist die Milch zurück gegangen so das wir zufüttern mussten. Sie hat dann HA pre 2-3 mal am Tag bekommen. Zu erst war das auch kein Problem für michh, weil ich zu schnell zu viel abgenommen hatte und fast weniger wog als vor der SS ( auf 1,75 55kg) Jetzt würde ich wieder gerne voll Stillen aber trotz semtlicher Stilltees, Malzbier, kuscheleinheiten ect. kommt nicht viel bei rum. Nach 4 Stunden komme ich gerade mal auf 100 ml. Mitlerweile ist Sie so gierig das die pre Nahrung nicht mehr reichtund wir auf HA 1 umgestellt haben. Davon zieht Sie 3 Flaschen a´170 ml weg + vorherigem anlegen!!! Sie ist jete ca. 62 cm groß und wiegt um die 5500 g. Die kleine ist eh etwas aussergewöhnlich, war eine Praxisgeburt 3 1/2 h beim 1. Kind und hatte nach 1 woche Geburtsgewicht wieder erreich (3940g)
Habt ihr noch einen rat für mich, würde am liebsten semtliche Flaschen und Nahrung weg schmeissen und zu ihr sagen: so, mehr als Brust gibt es nicht!
Beitrag vom 10.01.2008 11:43 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo,
schön, dass Dir unsere Seite gefällt.
Du kannst es nochmal mit Bockshornkleesamen probieren. Entweder als Tee aufbrühen und 4-5 Tassen am Tag trinken für eine Woche. Oder Du nimmst Kapseln (z.B. von Dr. Pandalis); drei Tage lang ca. 14 Kapseln jeden Tag, dann 3 Tage 9 Kapseln und 3 weitere Tage 6 Kapseln am Tag. Zusätzlich natürlich alle anderen Maßnahmen weiter verfolgen und immer erst anlegen, bevor Du die Flasche gibst. Besonders nachst, denn da ist die Produktion des milchbildenen Hormons am höchsten.
Viel Erfolg, halte durch
Martina
Beitrag vom 10.01.2008 11:55 Uhr
Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: ... ach so, die radikale Methode ist auch eine Lösung und hat schon oft Erfolg gebracht. Ein Wochenende mit dem Kind ins Bett und anlegen, anlegen, anlegen...
Beitrag vom 10.01.2008 11:57 Uhr

Nahrung

Von: Vanessa M.
Beitrag: Guten Morgen liebes Team,
Ich habe ein Problem. Seit ca. 4 Wochen bekommt unser Sohn Beikost zum Stillen (Fast 7 Monate). Er ißt alles Problemlos, also Grieß, Milchbrei, Gute Nacht Brei, all das. Sogar sehr gerne.
Aber sobald es Mittags um Gemüse geht, bricht ein erbitterter Kampf aus. Ich möchte ihn nicht zwingen, das tue ich auch nicht. Ich gebe oft nach ein paar Löffeln auf. Egal welches Gemüse, egal ob gekauft oder selbstgekocht. Was kann ich da tun? Selbst wenn ich Grieß etc. mit Gemüse mische ißt er das nicht. Von dem anderen aber bekommt er nie genug. Wenn ich nur Breie füttere ist die Ernährung doch bestimmt zu einseitig. Ich probiere es wie gesagt seit Wochen immer wieder. Langsam weiß ich echt nicht mehr weiter.
Liebe Grüße
Beitrag vom 27.12.2007 08:32 Uhr
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Antwort/Kommentar
Von: Vanessa M.
Beitrag: P. S. Er spuckt das Gemüse wieder aus oder läßt es im Mund und schreit. Oder er läßt es aus den Mundwinkeln rauslaufen. Aber er schluckt es nicht runter.
Beitrag vom 27.12.2007 08:49 Uhr
Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Vanessa,
wahrscheinlich hat sich Dein Sohn zuerst an die gesüßten Breie gewöhnt, deshalb lehnt er das Gemüse ab. Vielleicht mag er aber auch einfach kein Gemüse. Mach Dir nicht soviel Sorgen, in der Regel können die Kinder ganz gut reglieren und essen, was ihr Körper gerade braucht. Wichtig ist, dass Du ihm weiter Gemüse anbietest und mit gutem Beispiel vorran gehst. Sprich: auch viel Gemüse essen! Solange Du ihn noch stillst, wird er über die Muttermilch weiterhin mit den wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt, da sehe ich erstmal gar kein Problem.
Achte doch vielleicht auf die Inhaltstoffe dieser Fertigbreie (auch das Kleingedrucke lesen) und versuche ihn an weniger gesüßte Produkte zu gewöhnen. Vielleicht klappt es dann auch bald mit dem Gemüse.
Liebe Grüße Martina
Beitrag vom 27.12.2007 13:12 Uhr
Antwort/Kommentar
Von: Vanessa M.
Beitrag: Hallo nochmal,
danke für die Antwort. Ich achte sehr darauf, ob Zucker oder ähnliches drin ist. In den Breien/Tee etc. ist nirgendwo Zucker drin. Ich versuch es weiter. Vielen Dank
Beitrag vom 27.12.2007 17:25 Uhr

verspäteter milchspendereflex?

Von: lisa
Beitrag: hallo :-)
ich stille meine tochter nun schon seit 8 monaten voll. in letzter zeit ist mir aufgefallen das der milchspendereflex zum teil erst nach einigen minuten kommt oder ganz ausbleibt. jetzt habe ich angst dass die milch langsam zurückgeht.
meine tochter stillt tagsüber etwa alle 3 stunden und nachts noch alle 4 stunden. wir stillen nach bedarf.
gibt es eine möglichkeit den spendereflex zu unterstützen? ich habe es mit abpumpen versucht, da wird er aber erst garnicht ausgelöst.
stilltee trinke ich hin und wieder, sollte ich davon regelmäßig trinken?
liebe grüße und vielen dank für die antwort
Beitrag vom 17.12.2007 22:49 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Lisa,
es gibt ein Medikament (soweit ich weiß, allerdings nur auf Rezept), das den Milchspendereflex auslöst. Es heißt Oxythocin-, bzw. Sythocinonspray.
Hast Du denn Sorge, dass deine Tochter nicht mehr satt wird? Zeigt Sie denn irgendwelche Anzeichen von Hunger und Durst? An der Pumpe können übrigens ganz viele Mütter keine Milch \'spenden\', obwohl das Stillen sonst gut klappt.
Um die Milchproduktion aufrecht zu erhalten, machst Du ansonsten alles richtig. Vielleicht solltest Du aber ganz langsam mal darüber nachdenken, was nach dem Stillen kommt? Schließlich ist Deine Kleine genau in dem Alter, wo Babies sich für die erste feste Nahrung zu interessieren beginnen. Versehe mich nicht falsch, Du kannst Deine Tochter noch lange stillen, wenn Du, bzw. ihr beide das wollt, ob mit oder ohne Zufüttern; vielleicht seid ihr auf dem Weg, einen neuen spannenden Lebensabschnitt zu begehen?
Ich wünsche Euch alles Gute,
Martina
Beitrag vom 18.12.2007 18:10 Uhr

Durchschlafen

Von: Lisa Marie
Beitrag: Guten Morgen!
Seit ein paar Wochen haben wir ein kleines Problem. Da unser Sohn nur spärlich bis garnicht zugenommen hat, haben wir uns entschieden, mit 5 Monaten zuzufüttern. (Er wurde voll gestillt) Das war vor ca. 3 Wochen. Er bekommt jetzt Mittags Gemüse (Möhrchen etc.) und danach weiter die Brust und abends Grießbrei und danach die Brust. Gegen 10 Uhr, wenn wir ins Bett gehen, bekommt er noch mal die Brust, damit er seinen Durst löschen kann. Hunger hat er dann nicht wirklich. Aber seit dem Zeitpunkt, seitdem wir Zufüttern, schläft er nicht mehr durch. Sonst hat er von Geburt an durchgeschlafen. Er war immer um 7 Uhr -7:30 Uhr im Bett und war nur noch mal kurz um 10 wach zum essen. Dann mußten wir ihn immer um 6 wecken. Jetzt ist er immer schon um 4 Uhr wach und schläft auch nicht mehr ein (Er will dann immer essen und danach beschäftigt werden). Eigentlich dachte ich, dass sich die Situation durch das Zufüttern bessert und nicht schlechter wird. Wir haben eigentlich erwartet, dass alles so bleibt und er gut zunimmt. Das macht er allerdings auch nicht. Die Gewichtszunahme ist geblieben. Er nimmt so ca. 80 g die Woche zu. Entlassungsgewicht war 2500 g im Juni. Jetzt wiegt er 5550 g. Kann ich irgendwas ändern, damit er wieder länger schläft? Außer der Zufütterung haben wir nichts geändert. Er geht trotzdem jeden Abend um die selbe Zeit zu Bett etc.
Viele liebe Grüße
Beitrag vom 07.12.2007 06:43 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Lisa Marie,
leider komme ich erst jetzt dazu Dir zu antworten.
Da Dein Sohn von Beginn an sehr zart ist, finde ich die geringe Gewichtszunahme gar nicht so schlimm. Immerhin hat er 2 kg zugenommen in fast 5 Monaten.
Trotzdem war es sicher eine gute Idee, mit dem Zufüttern zu beginnen. Allerdings solltest Du bedenken, dass Möhrenbrei nicht mehr Kalorien enthält, als die Muttermilch. Ihn nach der Mahlzeit noch zu stillen, ist genau richtig.
Nun zu Deiner Frage; eigentlich finde ich das momentane Verhalten von Deinem Sohn ganz normal. Es geht wohl eher darum, dass Eure Erwartungen an den Kleinen nicht erfüllt wurden. Damit müsst Ihr nun lernen umzugehen.
Nahrungsumstellungen sind für Kinder eine große Sache, einerseits ist die Unruhe Deines Sohnes auch damit zu erklären. Wenn Du Dir vorstellst, was mit Deiner Verdauung bei einer Fernreise passieren würde, hast Du eine ungefähre Ahnung davon, wie es Deinem Kleinen z.Z. geht. Habe bitte etwas Geduld.
Andererseits, glaube ich, reguliert Dein Sohn vielleicht gerade seinen Nahrungsbedarf. Ich würde es als gutes Zeichen deuten, wenn er nicht mehr durchschläft, sondern vor Hunger wach wird. Ihr ward eigentlich ein bischen verwöhnt von Eurem Sohn, jetzt verhält er sich wie ein ganz normaler Säugling. Das ist alles sicher sehr anstrengend, aber gebe ihm nachst auf jeden Fall die Brust, damit wird die Milchproduktion besonders gut angeregt und Du brauchst auch nicht groß aufstehen, sondern kannst vielleicht zusammen mit dem Kleinen wieder einschlafen.
Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute, viel Kraft und Geduld, geht Euren Weg,
liebe Grüße Martina
Beitrag vom 09.12.2007 17:49 Uhr
Antwort/Kommentar
Von: Lisa Marie
Beitrag: Guten Morgen,
meine Email ist bestimmt falsch rübergekommen. So hoch waren unsere Erwartungen nicht. Und so schlimm ist es auch nicht, dass er jetzt nicht mehr durchschläft. Wir haben nur nicht damit gerechnet. Alle sagen immer, wenn du ihn zufütterst, schläft er besser. Aber mittlerweile haben wir rausgefunden, dass er nur Durst hat. Wenn wir ihm Tee geben, trinkt er nur zwei bis drei tiefe Schlucke und schläft dann wieder richtig tief weiter. Wenn ich ihn zum stillen aus dem Bettchen nehme, wird er wieder richtig wach und schläft dann nicht mehr. Wenn mein Sohnemann nämlich richtig Hunger hätte, würde er sich nicht mit Tee abspeisen lassen. Das hat die Vergangenheit der letzten Wochen gezeigt.
Jetzt hat sich aber die Situation geändert. Wie gesagt, er schläft wieder besser. Allerdings hat er jetzt seit Freitag 250 g zugenommen. So viel hat sonst nicht mal in einer ganzen Woche geschafft. Verstehen sie mich jetzt bitte nicht falsch, ich freue mich darüber! Sogar sehr! Trotzdem frage ich mich, ob das nicht doch zuviel ist? Ist das gesund? Bei Erwachsenen ist es ja auch ungesund innerhalb weniger Tage kg-weise zuzunehmen. Mache ich was falsch? Auf allen Produkten steht drauf: Ohne Zucker. Auf einer Packung steht drauf: Ohne Kristallzucker. (Den Gemüsebrei mache ich selber, Möhrchen mit Kartoffeln und Rapsöl. Den Rest noch nicht) Oder ist es vielleicht das Öl, das ich in das Mittagessen mische? Das ist ein Teelöffel Rapsöl, damit er keine Verstopfung bekommt. Anfangs habe ich das nicht gemacht und er hat sich beim Stuhlgang ganz schön gequält. Dieser war auch relativ fest (im Gegensatz zum Muttermilchstuhl). Seit dem Öl gehts besser. Oder gibt es bessere Tips? Zusätzlich zu trinken bekommt er ca. 400 ml Tee (Früchte, Kräuter, Fenchel (alles extra für Babys))
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Beitrag vom 11.12.2007 07:46 Uhr
Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Lisa Marie,
danke, dass Du Dich nochmal gemeldet hast. Es ist immer schön ein feed back zu bekommen. Ich habe Dich wohl wirklich falsch verstanden, aber das kann eben mal vorkommen, wenn man sich nicht persönlich gegenüber steht, sondern nur per E-Mail kommuniziert. Sorry!
Die Gewichtszunahme finde ich nicht bedenklich. Sicher hat der Kleine einen Nachholbedarf, er wird in Zukunft bestimmt nicht mehr so schnell zunehmen, wie im Moment. Du machst alles richtig; es ist toll, dass Du selber kochst. Die Möhrchen müssen sogar mit Öl gemischt werden, daran darfst Du nichts ändern.
Allerdings solltest Du bei den Tees aufpassen, dass auch keine andere Zuckerart enthalten ist. Manchmal steht groß vorne auf der Packung \'ohne Kristallzucker\' und hinten ganz klein steht dann enthält\' Malzzucker\' oder \'Traubenzucker\'. Zucker an sich ist ja nicht schlimm, aber die Kinder sollen sich nicht gesüßte Getränke gewöhnen.
Eigentlich hätte ich ja auch darauf kommen können, dass Dein Sohn nachts nur Durst und keinen Hunger hat. Ist mir aber nicht eingefallen!
Also: es ist eigentlich alles in Ordnung, mach weiter so,
ganz liebe Grüße aus Berlin
Martina
Beitrag vom 11.12.2007 14:18 Uhr

meine 3 monate alte tochter

Von: gönül karam3_5@hotmail.com
Beitrag: hallo erstmal,
bin sehr froh dese seite entdeckt zu haben, weil ich mir seit tagen sorgen um meine 3 monate alte tochter mache. ich stille voll und am anfang hat meine kleine sehr gut zugenommen , sie hat mit 3070 gramm das kh verlassen und wog 6 woche säter 4950 gramm. so jetzt war ich letzte woche beim arzt weil sie pilze im mund hatte und habe sie mal wiegen lassen weil sie mir etwas dünner vorkam als sonst weil sie ja auch gewachsen ist von der grösse her, naja aufjedenfall wog sie da nur 5100 gramm. sie hat in 6 wochen nur 150 gramm zugenommen:( durch die pilzinfektion hat sie dann die tage auch sehr schlecht getrunken was mich noch mehr fertig gemacht hat und dann habe ich angefangen ihr abends die flasche zu geben. erst habe ich 50ml gegeben die sie in 2 min weg hatte. am nächsten tag hat sie dann abends um 18 uhr 90ml und um 21 uhr nochmal 90ml bekommen. so habe ich beschlossen jeden tag 180ml zuzufüttern. mehr gebe ich ihr nicht aber habe trotzdem ein ungutes gefühl ob ich da ncht was falsch mache oder ob ich aufhören soll zuzufüttern. sie trinkt die flasche auch sehr schnell weg und ist dann für 2st ruhig. sonst ist sie ein sehr quängeliges baby. Was soll ich machen aufhören zuzufüttern oder war das schon richtig das ich damit angefangen habe?
bedanke mich jetzt schon für die antwort
Beitrag vom 04.12.2007 23:31 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Göngül,
bitte bleib ganz ruhig! Insgesamt hat Deine Tochter doch gut zugenommen seit der Geburt. Trotzdem war es sicher nicht falsch, ihr die Flasche zu geben. Die Frage ist nun, was Du tun kannst, um Deine Milchproduktion wieder zu erhöhen. Dann kannst Du die Flasche vielleicht auch wieder weglassen.
Zunächst stille Deine Kleine immer an beiden Brüsten und wechsel die Stillpostionen ab und zu. Trinke ausreichend, vielleicht Malzbier und Milchbildungstee; ernähre Dich gut, probier Suppen aus und esse oft warm. Am Wichtigsten aber ist, dass Du Dir ganz viel Zeit nimmst, um mit Deiner Tochter zu kuscheln.
Es gibt auch noch eine Nahrungsergänzung, die ich Dir empfehlen kann und zwar: Bockshornkleesamen in Kapseln (von der Firma Dr. Pandalis). Davon nimmst Du dann vom 1.-3. Tag ca. 13 Kaspeln (auf eine mehr oder weniger kommt es nicht an) am Tag, danach vom 4.-6. Tag ca. 10 Kapseln, vom 7.-10. ca. 7 Kapseln. Das ist ein Kur, die die Milchbildung anregt. Du wirst selber bemerken, dass Du wieder mehr Milch produzierst und kannst dann langsam anfangen, die Flasche weg zu lassen.
Alles Gute Martina
Beitrag vom 05.12.2007 12:53 Uhr

Gewicht

Von: MANDY mandyroeder@t-online.de
Beitrag: Hallo! Erstmal ein großes Dankeschön an Euch. Die Seite ist echt Spitze.
Sie hat mir schon in vielen Fragen weitergeholfen. Doch nun zu meiner Frage: Meine Tochter wird nächste Woche 6 Monate alt und bis dahin wird sie das mit verdoppeln des Gewichtes definitiv nicht schaffen. Sie wog bei der Geburt 3600g und bringt jetzt ca.6500g auf die Waage. Sie wird auch noch voll gestillt. Ihr Stuhlgang hat sich seit 3 Wochen auch verändert. Ist nicht mehr jeden Tag so wie früher bzw. jeden 2.o.3. Es ist heute schon der 8. Tag ohne Stuhlgang. Ist das noch normal? Ihr Bauch ist auch nicht hart und sie ist so agil wie immer:-)Danke.
Beitrag vom 15.11.2007 13:32 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Mandy,
da kann ich Dich beruhigen, dass ein Stillkind mal nur alle 8-10 Tage Stuhlgang hat, ist völlig normal. Wichtig ist auch die Urinausscheidung, mehrmals tägl. schön nasse Windeln sind immer ein Zeichen, dass die Kinder genug Milch bekommen.
Die Gewichtszunahme ist auch in Ordnung, es muss nicht jedes Stillkind rund und mollig sein; und bei Mädchen ist die Gewichtszunahme häufig nicht so groß wie bei Jungen.
Mach Dir keine Sorgen und wenn Du willst, kannst Du noch lange weiter stillen. : )
Martina
Beitrag vom 15.11.2007 15:06 Uhr

Angst vor dem Stillen

Von: Anonym
Beitrag: Hallo liebes Team,
ich trage seit einiger Zeit eine wichtige Frage mit mir herum, die ich mich so noch nicht getraut habe, einer Hebamme persönlich zu stellen und deshalb diesen Weg wähle.
Es ist bei mir so, dass ich erst nach fünf Jahren im Rahmen einer künstl. Befruchtung schwanger werden konnte und nun bin ich glücklich in der 31. Woche.
Der Termin rückt näher, die Vorstellung, zu stillen auch.
Dies macht mir große Angst. Denn es ist so, dass ich in der Vergangenheit in der Familiengeschichte einige subtile Übergriffe durch den Vater erlebt habe. Dies macht mir heute noch ein sehr gespaltenes Verhältnis zu meiner Brust. Ich möchte sehr, sehr gerne stillen, habe aber große Angst, dass es deshalb nicht klappen kann. Haben Sie in diesem Bereich Erfahrung oder einen Tipp, mit Hilfe dessen ich mich besser auf das Stillen einstellen kann? Ich mache tatsächlich auch gerade eine Psychoanalyse, in der natürlich das Thema auch mit rein kommt. Dennoch wollte ich mal gezielt bei einer Hebamme nachfragen, ob es da noch zusätzliche Hilfen gibt. Ich habe Angst, beim Stillen aufgrund meiner Vorgeschichte zu versagen. Was könnten Sie mir raten?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und wäre Ihnen sehr dankbar.
Viele Grüße,
A.
Beitrag vom 03.11.2007 12:08 Uhr
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Antwort/Kommentar
Von: M.Hellenkamp m.hellenkamp@stillleben.info
Beitrag: Hallo A.,
danke für Deine Offenheit und Dein Vertrauen. Ich habe aber keine
speziellen Tipps für Dich, leider.
Du bist eine sehr starke und mutige Frau, das steht fest, weil Du Dich
deinen Problemen stellst.
Ich hoffe, dass eine Analytikerin Dich auch noch während des Wochenbetts betreut und auf Dich weiter unterstützt.
Nun zu Deinem Problem: Das Wichtigste ist, dass Du Dich nicht unter
Druck setzt, Dein Kind stillen zu müssen, um eine gute Mutter zu sein!
Du wirst eine gute Mutter, ob mit Brust oder Flasche! Sei einfach offen für allles an Gefühlen, welche sich beim Stillen entwickeln. Du kannst jederzeit aufhören das Baby anzulegen und z.B. die Milch dann abpumpen und die Muttermilch mit der Flasche füttern.
Du bist ganz frei in Deiner Entscheidung, niemand zwingt Dich (und Duselber bitte auch nicht : ) ) Dein Kind so und so lange zu stillen.
Selbstverständlich kannst Du Dich auch komplett geben das Stillen
entscheiden. Auch mit Flasche kann ein Kind groß werden.
Ich möchte Dir nur raten, Dich doch Deiner Hebamme anzuvertrauen, damit sie Deine Entscheidungen versteht und mittragen kann.
Auf jeden Fall ist es kein Versagen, wenn Du nicht stillen kannst! Es
ist eine Entscheidung, die Du triffst, damit es Dir besser geht! Denn
Dein Kind würde es merken, wenn Du beim Stillen unglücklich oder... bist.
Dann ist es auch für die Beziehung zu Deinem Kind besser, wenn Du
entspannt und liebevoll die Flasche gibst, als gequält das Kind an die
Brust zu legen.
Alleine die Tatsache, dass Du Dir jetzt schon so überlegst Gedanken
machst, zeigt mir, dass Du eine gute Mutter sein wirst.
Ich wünsche Dir alles, alles Gute Martina
Beitrag vom 03.11.2007 12:11 Uhr
Antwort/Kommentar
Von: anonym
Beitrag: Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort! Das hat mir schon sehr geholfen. Ich werde mir das zu Herzen nehmen und mich meiner Nachsorgehebamme anvertrauen.
Auch für Sie alles Gute,
A.
Beitrag vom 03.11.2007 12:12 Uhr

Gewicht

Von: Martina
Beitrag: Guten Morgen,
unsere Tochter wird bald 5 Monate alt. Sie wiegt jetzt 5200 g bei einer Größe von ca. 60 cm. Sie ist sehr leicht, das sagt auch der Arzt. Sie ißt und ißt und ißt, und nimmt manchmal nur 50 bis 80 g die Woche zu. Jetzt sagt meine Hebamme, solange Sie fit und zufrieden ist, die Windeln immer vollgepullert sind und Sie die Nacht weiterhin durchschläft, ist alles völlig in Ordnung. Der Arzt sagt, ich muß bald zufüttern. (Sie wird noch voll gestillt). Bei der letzten Untersuchung vor 3 Tagen war aber alles in O., Sie ist kerngesund. Was ist denn nun richtig? Ich möchte solange es geht voll stillen, aber wenn es nicht geht, muß ich halt zufüttern. In letzter Zeit ist Tamara wirklich sehr aktiv geworden, ißt aber glaub ich nicht mehr als sonst. Es ist alles beim alten geblieben. Und das doppelte Geburtsgewicht von 5640 g werden wir bis Anfang Dezember auch nicht hinkriegen, wenn es soweiter geht. Was würden Sie denn raten. Was soll ich machen? Wieviel muß denn ein Baby in dem Alter pro Woche zunehmen?
Freundliche Grüße
Beitrag vom 03.11.2007 06:40 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Martina,
ich möchte Dich auch darin bestärken, Deine Tochter weiter zu stillen und (noch) nicht zu zufüttern. Eigentlich sollte ein Baby mind. 80g in der Woche zunehmen, aber es gibt ja immer auch ganz zarte Babies, bzw. Menschen. Vielleicht solltest Du mal die neuen Wachstumskurven der WHO anschauen und für das Gewicht Deiner Tochter ausfüllen. Dann kannst Du genau die Entwicklung sehen. Diese Kurven sind, glaube ich, auf englisch und Du findest sie unter:
http://www.who.int/childgrowth/standards/en/
Ich wünsche Dir alles Gute,
Martina
Beitrag vom 03.11.2007 12:41 Uhr
Antwort/Kommentar
Von: Martina
Beitrag: Guten morgen,
diese Woche hat unsere Kleine nichts zugenommen. Sie wiegt exact das gleiche wie vor einer Woche. Muß ich mir jetzt sorgen machen?
Ansonsten ist sie fit und zufrieden und hat tagsüber 9 nasse Windeln. Sie ißt wie ein Scheunendrescher. Letzte Mahlzeit ist abends um 10 dann wieder morgens um sechs. Sie schläft dazwischen ruhig durch. Nachts wecken, damit sie mehr ist, klappt auch nicht. Sie weiß nachts garnicht warum sie wach ist und schläft wieder ein. Ich kann mich mit dem Gedanken auch nicht anfreunden, jetzt schon anzufangen mit zufüttern. Aber ich denke, ich werde wohl müssen bei 0 g Zunahme oder?
Liebe Grüße
Beitrag vom 10.11.2007 07:01 Uhr
Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo nochmal,
also um ehrlich zu sein: ein Kind m u s s früher oder später zunehmen. Es kann aber sein, dass Deine Tochter auch mal eine Woche nicht zunimmt. Mein Rat an Dich wäre deshalb: Versuche es nochmal eine Woche lang mit den üblichen milchfördernden Maßnahmen - Stilltee/Malzbier trinken, beide Seiten Anlegen, viel Kuscheln. Sollte sie dann kein Gramm zugenommen haben, würde ich Dir doch zum Zufüttern raten. Wie gesagt, ein Kind m u s s irgendwann zunehmen. Falls Du weiterhin unsicher sein solltest, könntest Du auch bei der LaLecheLiga anrufen. Diese bietet eine kostenlose telefonische Stillberatung durch eine Stillberaterin in Deiner Nähe an. Die Nummer findest Du in unserer Linkliste.
Probiere es einfach noch eine Woche aus.
Wenn Du Dich dann entscheiden solltest zuzufüttern, habe bitte kein schlechtes Gewissen! Du hast ja fast ein halbes Jahr voll gestillt, das ist doch schon super!
Liebe Grüße
Martina
Beitrag vom 10.11.2007 14:42 Uhr

Schreien

Von: Ulrike
Beitrag: Hallo...und zwar habe ich neuerdings Probleme beim stillen (was ich vorher, so nie hatte) ...meine Sohn 8 Wochen alt,trinkt an meiner Brust mit Freude und nach etwa 3-5 min wird er nervös,zum Schluß geht er weg von meiner Brust und fängt an zum Wimmern-bis zum Schreien...beim Hochnehmen stößt er dann auf,nach weniger zeit will ich ihn versuch wieder anzulegen,doch es gibt keine Chance das er in dieser position wieder an meine Brust geht!Versuch es dann mit viel Geschrei,Überredung,Geduld und Weinen ihn weiter zum Trinken zu bewegen in einer anderen Position (Bett,Football Haltung etc.) bis es klappt und er mit Genuß weiter trinkt bis er gaaaanz satt und zufrieden einschläft! Es kostet kraft bei jeder stillmahlzeit sowas zu erleben...aber ein gutes Gefühl das er so dann nicht hungern tut!Das motiviert mich immer weiter zu machen und nicht einfach die Flasche zu geben! Doch was kann das sein-vielleicht Kopfsache...? Wer hat ähnliches erlebt?
Beitrag vom 29.10.2007 15:08 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Ulrike,
sorry erstmal, dass ich mich jetzt erst melde.
Gibt es denn irgendeine Veränderung in Eurem Leben, die Ursache sein könnte für dieses Trinkverhalten?
Allerdings gibt es viele Babies, die mit ca. 6-8 Wochen ihr Trinkverhalten komplett ändern, das kann aber echt viele Ursachen haben. Es gibt auch Kinder, die sich tatsächlich in 5 min satt trinken können.
Zunächst kann es sein, dass Dein Kleiner Blähungen/ Bauchschmerzen bekommt, wenn er kräftig saugt und sich sehr viel Milch in kurzer Zeit im Magen sammelt. Damit ist er dann einfach überfordert. Er versteht ja auch nicht, warum sein Bauch weh tut, wenn er saugt, darum weint er dann vielleicht und mag nicht mehr an die Brust. Aber das ist auch nur eine Theorie.
Auf jeden Fall machst Du das genau richtig, wie Du Dir Zeit nimmst und es immer wieder versuchst. Am Wichtigsten ist es (und auch am Schwierigsten natürlich) ruhig zu bleiben.
Natürlich kann es auch sein, dass Dein Kleiner sich leicht ablenken lässt, oder merkt, dass Du unruhig oder ungeduldig wirst. Könnte das sein?
Hast Du ihn schon mal gleich im Liegen gestillt, in einem ruhigen Zimmer ohne Ablenkung, wenn er vielleicht ganz müde ist? Vielleicht ist es dann auch anders/besser mit ihm?
Wenn Du willst, dann suche doch eine Stillberaterin auf oder rufe mal bie der LaLecheLiga an. Die können Dir sicher noch mehr Tipps geben.
Halte durch, bitte gebe nicht die Flasche, das ist keine Lösung, dann wird alles unter Umständen nur noch schlimmer.
Liebe Grüße Martina
Beitrag vom 31.10.2007 10:16 Uhr

reichhaltige Milch

Von: Tanja tburghardt@reha-krefeld.de
Beitrag: Hallo,
ich bin ein schlechter Esser und bemühe mich nun sehr, mich so gut wie möglich zu ernähren. Meine Tochter ist nun sechs Wochen alt und ich gebe ihr mal die Brust mal die Flasche mit abgpumpter Milch. Kann es sein, dass meine Milch nicht reichhaltig ist, und sie aus diesem Grund öfter kommt oder gar nicht satt wird? Ebenfalls ist sie generell sehr unruhig an der Brust. Sie lässt sich oft abfallen und schnappt dann immer wieder hastig nach der Brust. So richtig dran bleiben mag sie nicht. Bei der Flasche zieht sie ganz normal. Ich habe auch immer das Gefühl das sie nicht satt wird.
Danke für die Rückmeldung!
Beitrag vom 24.10.2007 22:17 Uhr
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Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Tanja,
es ist sehr unwahrscheinlich, dass Deine Milch nicht reichhaltig genug ist. Dazu müsstest Du schon Hungern oder Dich wirklich mangelhaft ernähren (wie das z.B. Frauen tun, die magersüchtig sind).
Manchmal reicht allerdings die Milchmenge insgesamt nicht aus, aber das ist ja wohl bei Euch auch nicht der Fall.
Wie hat sich denn das Gewicht Deiner Tochter seit der Geburt entwickelt? Urin und Stuhlgang? Wie oft, welche Farbe? Wenn Du die Ausscheidungen Deiner Tochter beurteilen kannst, weißt Du, ob sie genug getrunken hat oder nicht. Dazu kann ich Dir gerne mehr erklären, wenn Du willst.
Was meinst Du denn mit:'sie kommt öfter' ? 8-12 Stillmahlzeiten in 24h sind ganz normal. Das bedeutet z.B. alle 2h zu stillen.
Vielleicht ist deine Tochter auch nur so unruhig an der Brust, weil sie Deine innere Unruhe und Sorge bemerkt. Die Babies haben ja ganz feine Antenne für die Emotionen ihrer Mamas.
Versuche doch zunächst Dir Gewissheit darüber zu verschaffen, ob Deine Tochter wirklich gut zunimmt. Vielleicht kann Deine Hebamme auch nochmal vorbei kommen, um das Kind zu wiegen?
Wenn das geklärt ist und Deine Kleine sich gut entwickelt hat, kannst Du vielleicht etwas gelassener und entspannter beim Stillen sein, dadurch wird auch Dein Kind ruhiger werden.
Melde Dich ruhig nochmal bei mir,
liebe Grüße aus Berlin,
Martina
Beitrag vom 25.10.2007 13:49 Uhr
Antwort/Kommentar
Von: Tanja tburghardt@reha-krefeld.de
Beitrag: Vielen Dank für die schnelle Antwort. Der Stuhl ist gelblich oder grünlich mit so kleinen Kügelchen und relativ flüssig. Sie nimmt sehr gut zu, von 2600 Gramm auf 3650 Gramm in 6 Wochen. Meine Hebamme sagt, es liegt an der Phase zurück zur Mutter. In dieser Phase befinden wir uns nun seit über 2 Wochen. Sie möchte ständig auf den Arm und schläft auch nicht mehr in ihrem Bettchen sondern nur auf meiner Brust oder in meinem Arm. Ganz zu Anfang war sie zu schwach um gestillt zu werden, wir beiden versuchen das jetzt seit drei Wochen. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu übernächtigt. Habe seit dieser Phase kaum geschlafen, und ich soll das Kind auch lt. Hebamme nicht einfach ins Bett legen und es schreien lassen (das sind ja so die Ratschläge von den Eltern :-) ) Ich schlage mich ein wenig mit dem Gedanken rum, abzustillen. Kaum Schlaf, dann trinkt sie natürlich nicht die Brust leer, ich muss dann nach jeder ihrer Mahlzeit abpumpen da sonst die Brüstes schmerzen. Weglegen kann ich die Kleine nicht da sie nur schreit, also pumpe ich dann mit ihr im Arm ab....... . Im Moment bin ich total verunsichert und einfach ratlos.
Grüße aus Krefeld
Tanja
Beitrag vom 25.10.2007 14:36 Uhr
Antwort von STILLLEBEN
Von: Martina Hellenkamp
Beitrag: Hallo Tanja-
also bei dem Stress wundert es mich nicht, dass es Euch so schlecht geht im Moment. Deine Kleine merkt das alles. Sie hat aber wirklich gut zugenommen und der Stuhl ist soweit o.k. :-)
Du musst Dir aber unbedingt Entlastung schaffen. Bitte hole Dir Unterstützung in der Familie oder im Freundeskreis. Die meisten Leute helfen gerne, wenn man fragt.
Und wenn Du dann mal einen Augenblick Zeit hast, mach Dir (mit Deinem Mann?) ganz genau Gedanken, wie es nun weitergehen soll.
Natürlich verstehe ich Deine Gedanken über das Abstillen, aber damit werden die Probleme nicht unbedingt aus der Welt geschafft. Blähungen, Nahrungsunverträglichkeiten, Allergien, um nur einige 'Nebenwirkungen' von Ersatz-Nahrung zu nennen.
Und nun noch ein paar Tipps: Deine Hebamme hat ja recht damit, dass die Kleine nicht alleine sein soll, aber Du kannst sie bestimmt beim Pumpen neben Dich legen, vielleicht singen für sie? Sicher wird sie sich daran gewöhnen. Ansonsten empfehle ich ein Tragetuch, dann hast Du wenigstens die Hände frei.
Hast Du so viel Milch, das Du wirklich immer nach dem Stillen pumpen musst? Die Brust kann man nicht 'leerpumpen', es bleiben immer ein paar Tropfen zurück. Und Stillen funktioniert nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage, wenn Du also zuviel Milch hast, dann pumpe einfach weniger ab und die Brüste werden sich darauf einstellen.
Das Deine Hebamme Dich noch besucht,finde ich ganz toll, Du kannst Dich Ihr ruhig auch mit Deinen Zweifeln anvertrauen. Sicher kann sie Dir helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Gute Nacht aus Berlin, nur Mut, alles wird gut,
Martina
Beitrag vom 25.10.2007 22:44 Uhr

 

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