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Der Hebammenmangel vielerorts ist frustrierend – auch für die Hebammen selbst Blog abonnieren

Alexandra Baecker | 27.11.2017 10:54 Uhr

Hebamme Anja erklärt uns in ihrem Blog, wie auch Hebammen selbst unter dem Mangel in ihrem Berufszweig leiden und wie frustrierend es sein kann nicht „helfen“ zu können. Eltern abweisen zu müssen ist nicht schön und fällt schwer, ist am Ende aber die richtige Entscheidung, denn eine schwangere oder gebärende Frau zu betreuen, während man vollkommen überlastet ist, ist einfach nicht fair der Frau gegenüber. Natürlich ist es für Eltern, die verzweifelt nach einer Hebammen-Betreuung suchen, ebenfalls extremst frustrierend, aber die Hebammen selbst, die die Betreuung ablehnen müssen, sind da einfach die falsche Adresse, um Frust abzulassen:

„Wir Hebammen können Emotionen sicherlich ganz gut aushalten – die vielen positiven und auch die negativen wie Verzweiflung, Wut oder Mutlosigkeit. Das gehört zu den emotionalen Herausforderungen rund um die Geburt. Doch in diesen Momenten können wir die Frau begleiten, da sein und ihr immer wieder Mut machen. Im Kontext der verzweifelten Hebammensuche geht das nicht. Und das ist wirklich frustrierend und auch für Hebammen oft schwer auszuhalten. Liebe verzweifelt suchende Eltern: Bitte lasst es nicht an uns Hebammen aus, wenn wir euch nicht helfen können. Gebt den Ärger an die Krankenkassen weiter, die euch im Regen stehen lassen. Und an die Politiker, die das Problem seit Jahren kennen und großzügig darüber hinweg blicken. Wir Hebammen sind an eurer Seite. Auch dann, wenn wir euch nicht unmittelbar begleiten können.“

http://www.vonguteneltern.de/hebammenmangel-wohin-mit-dem-aerger/