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Wenn Alleinerziehende Kinder kriegen Blog abonnieren

Alexandra Baecker | 27.09.2017 17:00 Uhr

Die SZ-Kolumne „Die Wehenschreiberin“ beschrieb gestern das Thema „Alleinerziehende“ mit dem konkreten Fall einer Schwangeren im Kreißsaal, die ihr Kind zunächst alleine zur Welt bringen wollte. Das „Mama-Papa-Kind“ Ideal ist noch so sehr in unserer Gesellschaft verankert, dass sich Alleinerziehende immer wieder ein schlechtes Gewissen auferlegen, weil ihre Familie eben anders aussieht. Traurig finde ich das und beim Lesen der Kolumne kamen mir deshalb auch ein wenig die Tränen:

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/46455/

Bei der Wahl am Sonntag konnten einem auch die Tränen kommen. Für „Alleinerziehende“ hat diese rechtslastige Partei, deren Namen ich hier gar nicht nennen will, übrigens nicht viel übrig, wie dieser Ausschnitt aus einer Wahlprogramm-Zusammenfassung deutlich macht:

„Wer von dieser Unterstützung allerdings nicht profitieren soll, sind wohl Alleinerziehende. Da diese laut AfD nicht dem „normalen“ Familienbild entsprechen, bedürfen sie auch keinerlei staatlicher Unterstützung. Diesen Punkt führt die Partei in ihrem Grundsatzprogramm ausführlicher aus.“ https://www.merkur.de/politik/afd-wahlprogramm-2017-bei-bundestagswahl-themen-und-programm-zr-8486486.html

Eigentlich wollte ich das Thema Politik aus diesem Blog rauslassen, aber nachdem ich die Kolumne der „Wehenschreiberin“ gelesen hatte, musste ich da einfach nochmal drauf hinweisen.