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Nestschutz – wovor und wie lange schützt er das Neugeborene Blog abonnieren

Alexandra Baecker | 19.09.2017 12:44 Uhr

Erstmal – was ist der Nestschutz eigentlich?:

Im Mutterleib erhält das Kind von seiner Mutter Antikörper, die sie durch Impfung oder überstandene Infektionen erworben hat. Der Nestschutz wirkt unterschiedlich stark und hält zwischen 3 und 12 Monate, je nach Krankheitserreger:

Windpocken: Durch Infektion oder Impfung der Mutter ist Schutz vorhanden, aber nach etwa 3 Monaten deutlich verringert.

Magen-Darm-Infekte: Durch Muttermilch in der Stillzeit besteht ein gewisser Nestschutz gegen Infekte, die die Mutter durchgemacht hat. In der Regel besteht dieser in den ersten 3 bis 6 Monaten.

Masern, Mumps, Röteln: Antikörper durch frühere Infektion der Mutter oder ihre Impfung. Erstere wirken stärker und der Schutz ist bis zu 6 Monate wirksam.

Tetanus, Diphterie: Schutz durch Impfung der Mutter.

Keuchhusten: Kein Nestschutz. Eine Impfung der Mutter ist auch während der Schwangerschaft möglich.

Grippe: Schutz nur vor dem Virenstamm, gegen den die Mutter geimpft ist und nur eine Saison.